Seit meinem ersten Eintrag hat sich einiges getan.
Unter anderem habe ich mir ein Hotte Hüh-Pferdchen geleistet. Wenn man es genau nimmt, kann ich hier auf Station sogar aus mehreren Rössern wählen. Auch, wenn der ein oder andere Gaul nicht mehr ganz so flott unterwegs ist und ich so meine Mühen habe, sie über die Flure zu scheuchen. Und über Kopfsteinpflaster und Bordsteine komme ich sowieso nicht mit ihnen. Aber ich bin froh, dass ich sie reiten darf, denn manchmal geht es einfach nicht ohne sie. Durch den chronischen Schlafmangel der letzten Tage hänge ich vor allem morgens dermaßen in den Seilen, dass sich mein gelegentlich vorhandener Schwindel so sehr verstärkt, dass ich Angst habe, selbst kleinere Strecken zu Fuß zurückzulegen. Wenn also ein hagerer, junger Kerl auf dem Rücken von Jolly Jumper mit halsbrecherischer Geschwindigkeit die Flure der Kliniken entlang donnert, bin ich das.
Am Montagnachmittag war ich bei den Damen und Herren der Neuropsychologie zu Gast. Ein Herr Doktor und eine seiner Studentinnen luden zur Überprüfung meiner kognitiven Fähigkeiten. Diese Einladung konnte ich natürlich unmöglich ausschlagen. Obwohl ich nirgendwo eine Tasse Kaffee, geschweige denn ein Stück Kuchen, entdecken konnte. Trotzdem waren die beiden sehr nett und ich habe den Test ohne größere Gedächtnislücken absolvieren können. Lediglich das vorgegebene Bild konnte ich nach einiger Zeit nicht wirklich gut aus dem Kopf auf ein leeres Blatt Papier reproduzieren.
Für die, die sich dafür interessieren, wie ein solcher Test ablaufen kann, stelle ich hier mal zwei mögliche Aufgaben ein:
Unter anderem habe ich mir ein Hotte Hüh-Pferdchen geleistet. Wenn man es genau nimmt, kann ich hier auf Station sogar aus mehreren Rössern wählen. Auch, wenn der ein oder andere Gaul nicht mehr ganz so flott unterwegs ist und ich so meine Mühen habe, sie über die Flure zu scheuchen. Und über Kopfsteinpflaster und Bordsteine komme ich sowieso nicht mit ihnen. Aber ich bin froh, dass ich sie reiten darf, denn manchmal geht es einfach nicht ohne sie. Durch den chronischen Schlafmangel der letzten Tage hänge ich vor allem morgens dermaßen in den Seilen, dass sich mein gelegentlich vorhandener Schwindel so sehr verstärkt, dass ich Angst habe, selbst kleinere Strecken zu Fuß zurückzulegen. Wenn also ein hagerer, junger Kerl auf dem Rücken von Jolly Jumper mit halsbrecherischer Geschwindigkeit die Flure der Kliniken entlang donnert, bin ich das.
Am Montagnachmittag war ich bei den Damen und Herren der Neuropsychologie zu Gast. Ein Herr Doktor und eine seiner Studentinnen luden zur Überprüfung meiner kognitiven Fähigkeiten. Diese Einladung konnte ich natürlich unmöglich ausschlagen. Obwohl ich nirgendwo eine Tasse Kaffee, geschweige denn ein Stück Kuchen, entdecken konnte. Trotzdem waren die beiden sehr nett und ich habe den Test ohne größere Gedächtnislücken absolvieren können. Lediglich das vorgegebene Bild konnte ich nach einiger Zeit nicht wirklich gut aus dem Kopf auf ein leeres Blatt Papier reproduzieren.
Für die, die sich dafür interessieren, wie ein solcher Test ablaufen kann, stelle ich hier mal zwei mögliche Aufgaben ein:
1) Lese einer Person ruhig und deutlich die folgenden 15 Begriffe vor:
Apfel, Flugzeug, Schreibmaschine, Vater, Tee, Hund, Vorhang, Berg, Glocke, Möhre, Reise, Kind, Zirkus, Pferd, Zigarre.
Nun bittest du die Person nach einer, nach zwei und und nach drei Minuten jeweils, alle dieser 15 Begriffe aufzuzählen, an die sie sich noch erinnern kann.
2) Als nächtes bittest du die zu testende Person, innerhalb von zwei Minuten möglichst viele Begriffe zu nennen, die mit dem Buchstaben F beginnen. Eigennamen wie bspw. Fabian, Florian oder Fabienne zählen nicht.
Apfel, Flugzeug, Schreibmaschine, Vater, Tee, Hund, Vorhang, Berg, Glocke, Möhre, Reise, Kind, Zirkus, Pferd, Zigarre.
Nun bittest du die Person nach einer, nach zwei und und nach drei Minuten jeweils, alle dieser 15 Begriffe aufzuzählen, an die sie sich noch erinnern kann.
2) Als nächtes bittest du die zu testende Person, innerhalb von zwei Minuten möglichst viele Begriffe zu nennen, die mit dem Buchstaben F beginnen. Eigennamen wie bspw. Fabian, Florian oder Fabienne zählen nicht.
(Die Aufgaben kann man natürlich auch mit anderen Begriffen, mit Zahlen und mit anderen Anfangsbuchstaben durchführen.)
Für den gestrigen Morgen war ein Kräftemessen mit Darth Vader angesetzt worden. Kaum kam ich auf meinem Ross angeritten und stieg ab, zückte er sein Laserschwert und es kam zu einem ungleichen Duell, da mir das Mitbringen einer Waffe strengstens untersagt worden war. Folglich ging ich während des Kampfes des Öfteren zu Boden, habe aber am Ende mein Gesicht wahren und die Gefahrenzone relativ unbeschadet verlassen können.
Quark. Schmarrn. Bei der Überprüfung des Augenhintergrundes auf Kupfereinlagerungen (Kayser-Fleischer-Ring, Morbus Wilson lässt grüßen) wurde Ende letzter Woche ein kleines Loch in der Netzhaut meines rechten Auges gefunden. Mithilfe einer Laser-Behandlung (der sog. Photokoagulation) hat man nun dafür gesorgt, dass das Risiko einer akut auftretenden Netzhautablösung mit der Zeit nicht immer weiter ansteigt. Natürlich muss ich das Auge sicherheitshalber von Zeit zu Zeit anschauen lassen, aber das nehme ich dafür in Kauf.
Ein absolutes Highlight stand gestern ins Haus: ein Besuch der Neurourologie in Heidelberg-Schlierbach. Einmal pieseln bitte! Ich wurde für lau mit dem Taxi dorthin und auch wieder retour gefahren und ich tippe mal, die Taxifahrer haben sich schon die Lebensgeschichte des ein oder anderen Patienten ans Ohr tackern lassen. War aber alles halb so wild. Ich werde in ein paar Tagen nochmal dort vorbeischneien, um eine urodynamische Messung durchführen zu lassen. Anhand der Ergebnisse dieser Untersuchung kann man dann beurteilen, ob ich den Toilettengang zur Not noch etwas aufschieben kann (falls mir das gelingt) und ab wann das Ganze anfängt, sich bei zu hohen Drücken in Richtung der Harnleiter zurückzustauen und damit irgendwann die Nieren zu schädigen.
Auch heute habe ich wieder fleißig die angesetzten Termine abgearbeitet. Zunächst habe ich bei der Physiotherapie die Knochen durchgeschüttelt. Etwas darauf war ich bei einer Ultraschall-Untersuchung der Leber, für die ich bis zu diesem Zeitpunkt nüchtern zu sein hatte. Mittags stand schließlich noch eine Messung meiner Kreislaufregulationsverhältnisse auf dem Kipptisch auf dem Programm. Speziell diese Untersuchung hatte ich mir unangenehmer vorgestellt, als sie letzten Endes war. Es ging lediglich einmal aus dem Liegen in den Stand hoch. Dabei wurde ich aber nicht ohnmächtig und nassgemacht habe mich auch nicht.
Für Morgen wurden inzwischen das IBZM-Spect und der L-Dopa-Test angesetzt. Ich bin schon gespannt, was dabei herauskommt und hoffe, dass meine Symptomatik gut auf das L-Dopa anspricht. Des Weiteren ist der Herr Professor, der mich heute im Rahmen der Visite besucht hat, der Ansicht, ich sei möglicherweise ein Kandidat für einen Hirnschrittmacher. Ich denke, im Laufe der Zeit wird sich zeigen, was für mich das Beste sein wird. Ich bin da guter Dinge!
Abends wird aus dem Bereich, der von den einzelnen Flügeln der Klinik eingeschlossen wird, ein großer Froschtümpel. Zumindest klingt es so. Ich habe noch nicht herausgefunden, ob das Gequake echt ist oder vom Band kommt. Jedenfalls stimmen ab ca. 21 Uhr gefühlt mehrere dutzend oder mehr Frösche ein nicht zu überhörendes Froschkonzert an und versuchen sich dabei scheinbar gegenseitig in ihrer Lautstärke zu überbieten. Mir ist das erst vor kurzem aufgefallen, und falls die Froschkönige tatsächlich echt sind, gefällt mir ihr Froschrap wirklich gut!
Jetzt werde ich mich unter die wohlverdiente Brause stellen und später lauschen, ob Kermits Kollegen heute nur vor auserwähltem Publikum musizieren, oder ob der Frosch-Flashmob wieder eine große Open Air-Aufführung gibt.
Für den gestrigen Morgen war ein Kräftemessen mit Darth Vader angesetzt worden. Kaum kam ich auf meinem Ross angeritten und stieg ab, zückte er sein Laserschwert und es kam zu einem ungleichen Duell, da mir das Mitbringen einer Waffe strengstens untersagt worden war. Folglich ging ich während des Kampfes des Öfteren zu Boden, habe aber am Ende mein Gesicht wahren und die Gefahrenzone relativ unbeschadet verlassen können.
Quark. Schmarrn. Bei der Überprüfung des Augenhintergrundes auf Kupfereinlagerungen (Kayser-Fleischer-Ring, Morbus Wilson lässt grüßen) wurde Ende letzter Woche ein kleines Loch in der Netzhaut meines rechten Auges gefunden. Mithilfe einer Laser-Behandlung (der sog. Photokoagulation) hat man nun dafür gesorgt, dass das Risiko einer akut auftretenden Netzhautablösung mit der Zeit nicht immer weiter ansteigt. Natürlich muss ich das Auge sicherheitshalber von Zeit zu Zeit anschauen lassen, aber das nehme ich dafür in Kauf.
Ein absolutes Highlight stand gestern ins Haus: ein Besuch der Neurourologie in Heidelberg-Schlierbach. Einmal pieseln bitte! Ich wurde für lau mit dem Taxi dorthin und auch wieder retour gefahren und ich tippe mal, die Taxifahrer haben sich schon die Lebensgeschichte des ein oder anderen Patienten ans Ohr tackern lassen. War aber alles halb so wild. Ich werde in ein paar Tagen nochmal dort vorbeischneien, um eine urodynamische Messung durchführen zu lassen. Anhand der Ergebnisse dieser Untersuchung kann man dann beurteilen, ob ich den Toilettengang zur Not noch etwas aufschieben kann (falls mir das gelingt) und ab wann das Ganze anfängt, sich bei zu hohen Drücken in Richtung der Harnleiter zurückzustauen und damit irgendwann die Nieren zu schädigen.
Auch heute habe ich wieder fleißig die angesetzten Termine abgearbeitet. Zunächst habe ich bei der Physiotherapie die Knochen durchgeschüttelt. Etwas darauf war ich bei einer Ultraschall-Untersuchung der Leber, für die ich bis zu diesem Zeitpunkt nüchtern zu sein hatte. Mittags stand schließlich noch eine Messung meiner Kreislaufregulationsverhältnisse auf dem Kipptisch auf dem Programm. Speziell diese Untersuchung hatte ich mir unangenehmer vorgestellt, als sie letzten Endes war. Es ging lediglich einmal aus dem Liegen in den Stand hoch. Dabei wurde ich aber nicht ohnmächtig und nassgemacht habe mich auch nicht.
Für Morgen wurden inzwischen das IBZM-Spect und der L-Dopa-Test angesetzt. Ich bin schon gespannt, was dabei herauskommt und hoffe, dass meine Symptomatik gut auf das L-Dopa anspricht. Des Weiteren ist der Herr Professor, der mich heute im Rahmen der Visite besucht hat, der Ansicht, ich sei möglicherweise ein Kandidat für einen Hirnschrittmacher. Ich denke, im Laufe der Zeit wird sich zeigen, was für mich das Beste sein wird. Ich bin da guter Dinge!
Abends wird aus dem Bereich, der von den einzelnen Flügeln der Klinik eingeschlossen wird, ein großer Froschtümpel. Zumindest klingt es so. Ich habe noch nicht herausgefunden, ob das Gequake echt ist oder vom Band kommt. Jedenfalls stimmen ab ca. 21 Uhr gefühlt mehrere dutzend oder mehr Frösche ein nicht zu überhörendes Froschkonzert an und versuchen sich dabei scheinbar gegenseitig in ihrer Lautstärke zu überbieten. Mir ist das erst vor kurzem aufgefallen, und falls die Froschkönige tatsächlich echt sind, gefällt mir ihr Froschrap wirklich gut!
Jetzt werde ich mich unter die wohlverdiente Brause stellen und später lauschen, ob Kermits Kollegen heute nur vor auserwähltem Publikum musizieren, oder ob der Frosch-Flashmob wieder eine große Open Air-Aufführung gibt.
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